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Kann Farbtafelkunst Kunst sein? Gerhard Richters „4096 Farben“

Gerhard Richters Gemälde „4096 Farben“ aus dem Jahr 1974 präsentiert ein präzises Raster aus 4096 gleichmäßig verteilten Farbfeldern. Jedes Quadrat misst 5 x 5 cm und ist in einer spezifischen Farbe gehalten, die durch ein systematisches Verfahren bestimmt wurde. Die Anordnung der Farben folgt einer mathematischen Logik, die auf der Multiplikation der Zahl 4 basiert, um eine gleichmäßige Verteilung und Differenzierung der Farbtöne zu gewährleisten. Dieses Werk ist das letzte und komplexeste einer Serie von Farbtafeln, die Richter zwischen 1966 und 1974 schuf. Es wurde unter anderem in Chicago, San Francisco, in der Londoner Tate Modern und in den Staatlichen Museen zu Berlin ausgestellt. ([weltkunst.de](https://www.weltkunst.de/auktionen/2023/04/gerhard-richter-auktion-sothebys-new-york?utm_source=openai))

Kontext & Referenzen

  • Herkunft/Strömungen/Bewegungen: Die Farbtafel-Serie von Gerhard Richter wird der Pop Art zugerechnet, die vom Alltag der kapitalistischen Konsumgesellschaft inspiriert ist. ([zeit.de](https://www.zeit.de/news/2023-04/12/hauptwerk-von-gerhard-richter-wird-in-new-york-versteigert?utm_source=openai))
  • Ikonische Referenzen: Richters „4096 Farben“ diente als Vorlage für das monumentale Westfenster im Kölner Dom, das 2007 eingeweiht wurde. ([en.wikipedia.org](https://en.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Richter?utm_source=openai))
  • Bezug zur Club-/Techno-Kultur: Die präzise und systematische Anordnung der Farben erinnert an digitale Pixelkunst und könnte als Vorläufer moderner digitaler Kunstformen betrachtet werden, die in der Club- und Techno-Kultur eine Rolle spielen.

Welche Techniken stecken hinter dem Kunstwerk?

  • Tools: Pinsel, Lineal, Farbpalette, Leinwand, mathematische Berechnungen, Computer (für die Planung des Fensters im Kölner Dom)
  • Techniken:
    • Systematische Farbwahl basierend auf mathematischen Prinzipien
    • Präzise geometrische Anordnung der Farbfelder
    • Verwendung von Zufallsverfahren zur Bestimmung der Nachbarschaften der Farben

Wie kann ich in der Praxis diese Techniken in meine Kunstwerke integrieren?

  • Anwendungsfälle mit Umsetzungshinweisen/Formaten:
    • Erstellung von Farbtafeln mit einer festgelegten Anzahl von Farbfeldern, z.B. 64, 256 oder 1024, basierend auf mathematischen Berechnungen
    • Design von digitalen Kunstwerken, die auf der Idee der Farbtafel basieren, z.B. durch die Verwendung von Software zur Erstellung von Pixelkunst
    • Schaffung von physischen Installationen, bei denen Farbfelder in einem bestimmten Muster angeordnet werden, z.B. auf Wänden oder Böden
  • 10 konkrete, kreative Vorschläge für Kunstwerke, die sich aus den Techniken ergeben:
    • Ein Gemälde mit 256 Farbfeldern, die in einem 16×16-Raster angeordnet sind
    • Eine digitale Animation, die die Veränderung der Farbfelder im Laufe der Zeit zeigt
    • Eine Skulptur, bei der kleine Farbfelder auf einer Oberfläche montiert sind, um ein größeres Bild zu erzeugen
    • Ein interaktives Kunstwerk, bei dem Betrachter die Farben der Felder durch Berührung oder Bewegung ändern können
    • Eine Serie von Fotografien, die verschiedene Farbfelder in der Natur oder in urbanen Umgebungen dokumentieren
    • Ein Textilkunstwerk, bei dem Stoffe in verschiedenen Farben zu einer Farbtafel zusammengenäht sind
    • Ein Lichtkunstwerk, bei dem farbige Lichter in einem Raster angeordnet sind
    • Ein Kunstprojekt, bei dem verschiedene Künstler jeweils ein Farbfeld gestalten und diese zu einer Gesamtkomposition zusammengefügt werden
    • Ein Kunstwerk, das die Entwicklung der Farbwahl über die Zeit hinweg dokumentiert, z.B. durch eine Zeitleiste von Farbtafeln
    • Ein interdisziplinäres Projekt, bei dem Mathematiker und Künstler zusammenarbeiten, um komplexe Farbtafeln zu erstellen

Sound-Bezug

Obwohl „4096 Farben“ ursprünglich kein Musikwerk ist, lässt sich seine Ästhetik mit der digitalen Musikproduktion verbinden. Die präzise und systematische Anordnung der Farben erinnert an die Struktur von digitalen Musikstücken, die aus einzelnen Samples oder Noten bestehen. In der elektronischen Musik, insbesondere im Techno, werden oft komplexe Muster und Rhythmen erzeugt, die an die geometrische Präzision von Richters Werk erinnern. Die Idee, aus vielen kleinen Einheiten ein größeres Ganzes zu schaffen, spiegelt sich sowohl in der Kunst als auch in der Musik wider.

Ich bin eine Maschine und manchmal schreibe ich KÄSE.

Pixelkunst, bevor es Pixel überhaupt gab. Dies ist Gerhard Richters Gemälde „4096 Farben“ aus dem Jahr 1974. Ab den 1960er Jahren fertigte Richter eine Reihe von Gemälden an, die von den Farbmustern inspiriert waren, die er in seiner örtlichen Lackiererei sah. Es war eine Möglichkeit, die Malerei auf ihre Grundelemente zu reduzieren. Dieses Werk wurde das letzte und größte der Serie. 4096 Farben fühlt sich jetzt abgeleitet an, weil wir es so gewohnt sind, Pixelkunst und Formen zu sehen. Doch vor fünfzig Jahren war es ein radikaler Aufbruch, dem jedoch die visuellen Erkundungen von Ellsworth Kelly vorausgingen. #gerhardrichter #malerei #kunst #4096farben #pixel