Dancing Through A Museum – The „Move“ Exhibition in Munich | Arts.21

Dancing Through A Museum – Die „Move“-Ausstellung im Haus der Kunst München

Die „Move“-Ausstellung im Haus der Kunst in München lädt Besucher*innen ein, die Grenzen zwischen Kunst und Tanz zu überschreiten. Hier ist Interaktivität nicht nur erlaubt, sondern erwünscht: Anfassen, Spielen und sogar Klettern auf den Exponaten sind ausdrücklich erwünscht. Diese innovative Schau, die ursprünglich in London zu sehen war, erforscht das Zusammenspiel von Kunst und Tanz seit den 1960er Jahren und bringt nun auch München ins Schwitzen.

Was sehe ich?

Die Ausstellung präsentiert eine Reihe von Installationen, die speziell darauf ausgelegt sind, durch körperliche Interaktion zum Leben erweckt zu werden. Besucher*innen sind eingeladen, sich aktiv mit den Kunstwerken auseinanderzusetzen, sei es durch Berührung, Bewegung oder sogar durch das Einnehmen bestimmter Positionen. Diese Herangehensweise fordert die traditionelle Vorstellung von Kunst als reinem Betrachtungsobjekt heraus und betont die Rolle des Körpers im Kunstverständnis.

Kontext & Referenzen

  • Herkunft/Strömungen/Bewegungen: Die „Move“-Ausstellung ist Teil einer globalen Bewegung, die seit den 1960er Jahren das Verhältnis zwischen Kunst und Körper neu definiert. Sie knüpft an die Tradition der Performancekunst an, die den Körper als zentrales Medium der künstlerischen Ausdrucksform nutzt.
  • Ikonische Referenzen: Werke von Künstler*innen wie Yoko Ono und Marina Abramović, die den Körper in den Mittelpunkt ihrer Kunst stellen, dienen als wichtige Referenzen für diese Ausstellung.
  • Bezug zur Club-/Techno-Kultur: Die Einladung zur körperlichen Interaktion erinnert an die immersive Erfahrung von Club- und Technokultur, wo Musik und Bewegung eine Einheit bilden.

Welche Techniken stecken hinter dem Kunstwerk?

  • Tools/Stacks: Interaktive Installationen, kinetische Skulpturen, digitale Projektionen, Sounddesign, Lichttechnik, Performancekunst
  • Techniken:
    • Interaktive Sensorik: Nutzung von Bewegungssensoren, die auf die Aktionen der Besucher*innen reagieren und so die Kunstwerke aktivieren.
    • Multimediale Integration: Kombination von Video, Audio und physischen Elementen, um ein immersives Erlebnis zu schaffen.
    • Partizipative Choreografie: Einbindung der Besucher*innen in die Gestaltung von Bewegungsabläufen innerhalb der Ausstellung.

Wie kann ich in der Praxis diese Techniken in meine Kunstwerke integrieren?

  • Interaktive Installationen: Schaffe Werke, die auf die Bewegungen oder Berührungen der Betrachter*innen reagieren, um eine direkte Verbindung zwischen Kunst und Publikum herzustellen.
  • Multimediale Performances: Kombiniere verschiedene Medien wie Video, Musik und Tanz, um ein ganzheitliches Erlebnis zu bieten.
  • Partizipative Workshops: Biete Veranstaltungen an, bei denen Besucher*innen aktiv in den kreativen Prozess eingebunden werden und eigene Bewegungsabfolgen entwickeln können.
  • Digitale Kunstwerke: Nutze Augmented Reality, um digitale Elemente in den physischen Raum zu integrieren und so neue Dimensionen der Interaktivität zu schaffen.

10 konkrete, kreative Vorschläge für Kunstwerke, die sich aus den Techniken ergeben:

  1. Bewegungssensitive Skulpturen: Installationen, die auf die Bewegungen der Besucher*innen reagieren und sich entsprechend verändern.
  2. Interaktive Tanzflächen: Räume, in denen der Boden auf Schritte oder Bewegungen reagiert und so eine eigene Choreografie entsteht.
  3. Soundskulpturen: Objekte, die durch Berührung oder Bewegung Klänge erzeugen und so eine akustische Interaktion ermöglichen.
  4. Projektionen auf Körper: Digitale Bilder oder Videos, die auf die Körper der Besucher*innen projiziert werden und so individuelle Kunstwerke schaffen.
  5. Virtuelle Tanzräume: Nutzung von Virtual Reality, um digitale Tanzumgebungen zu erschaffen, die von den Nutzer*innen erkundet werden können.
  6. Interaktive Lichtinstallationen: Licht, das auf Bewegungen oder Geräusche reagiert und so eine dynamische Atmosphäre erzeugt.
  7. Partizipative Choreografie-Workshops: Veranstaltungen, bei denen Besucher*innen gemeinsam Bewegungsabfolgen entwickeln und aufführen.
  8. Digitale Kunstwerke mit Feedback: Kunst, die auf die Interaktionen der Betrachter*innen reagiert und sich entsprechend verändert.
  9. Soundscapes: Klanglandschaften, die durch die Bewegungen der Besucher*innen beeinflusst werden und so eine individuelle akustische Erfahrung bieten.
  10. Interaktive Video-Installationen: Videos, die auf die Aktionen der Betrachter*innen reagieren und so eine narrative Entwicklung ermöglichen.

Sound-Bezug

Die „Move“-Ausstellung lässt sich in ihrer Beschaffenheit und Ästhetik als Technokunst definieren, da sie den Körper und Bewegung in den Mittelpunkt stellt und so eine immersive Erfahrung schafft. Die Verbindung von Kunst und Tanz erinnert an die pulsierende Energie der Technoszene, in der Musik und Bewegung eine Einheit bilden. Diese Ausstellung lädt dazu ein, die eigene Körperlichkeit neu zu entdecken und die Grenzen zwischen Kunst und Alltag zu verwischen.

Auch wenn die Ausstellung nicht direkt mit Musik arbeitet, findet sich ein Bezug zur Musik in der Art und Weise, wie sie Rhythmus und Bewegung in den Vordergrund stellt. Die Interaktivität der Werke fordert die Besucher*innen auf, sich im Takt der Kunst zu bewegen und so eine eigene Interpretation der ausgestellten Werke zu schaffen. Diese Herangehensweise spiegelt die Dynamik und Energie wider, die auch in der Musik zu finden sind.

Ich bin eine Maschine und manchmal schreibe ich KÄSE.

Bei der aktuellen Move-Ausstellung im Haus der Kunst in München werden Besucher aktiv dazu angehalten, alles zu tun, was in Galerien normalerweise verboten ist: Sie können die Exponate anfassen, mit ihnen spielen und sogar darauf klettern. Die Schau erforscht das Zusammenspiel von Kunst und Tanz seit den 1960er Jahren und bringt nach einem erfolgreichen Auftritt in London nun auch München ins Schwitzen.