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Becoming Wind: John Akomfrah

In der fünfkanaligen Videoarbeit „Becoming Wind“ des britischen Künstlers John Akomfrah wird die allegorische Darstellung des Garten Eden und dessen Verschwinden präsentiert. In elegischen Schwarz-Weiß-Szenen evoziert die Installation eine Zeit, in der eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt auf dem Planeten existierte, während gleichzeitig ein Blick auf das prekäre, menschenzentrierte Ökosystem des Anthropozäns, der aktuellen Epoche des Klimawandels, geworfen wird. Häufig erscheinen auf den Bildschirmen Sätze wie „We need to be quick“ und „It moves among us“, die Gefühle widerspiegeln, die viele Menschen in Bezug auf die Klimakrise haben. Kinder sind wiederholt beim Spielen am Strand oder in den Wellen zu sehen. Gleichzeitig begleitet das Video trans* Schauspieler und Aktivisten in ihrem Alltag. Der Künstler interessiert sich für eine spezifische Erfahrung, aus der etwas sehr Universelles gelesen werden kann: das tief verwurzelte Bedürfnis, die eigene Identität frei entwickeln zu können. Die flexiblen Identitäten der Zukunft stehen vor Herausforderungen, die es zuvor nicht gab. Hier identifiziert Akomfrah Schnittstellen mit dramatisch veränderten ökologischen Räumen und zukünftigen Anpassungen daran. „Wir müssen fast windartig werden, um dorthin zu gelangen“, sagt der Künstler in Bezug auf die schnellen Veränderungen, die derzeit stattfinden. Die Videoarbeit wurde 2023 auf der 15. Sharjah Biennale uraufgeführt.

Kontext & Referenzen

  • Herkunft/Strömungen/Bewegungen: Akomfrah ist bekannt für seine Arbeiten, die sich mit postkolonialen Themen und der afrikanischen Diaspora befassen. Seine Werke kombinieren oft historische und zeitgenössische Elemente, um komplexe narrative Strukturen zu schaffen.
  • Ikonische Referenzen: Akomfrah hat in der Vergangenheit Werke wie „The Nine Muses“ (2010) und „Purple“ (2017) geschaffen, die ähnliche Themen der Erinnerung und Identität behandeln.
  • Bezug zur Club-/Techno-Kultur: Obwohl Akomfrah nicht direkt mit der Club- oder Techno-Kultur verbunden ist, könnten die rhythmischen und immersiven Qualitäten seiner Videoarbeiten Parallelen zu audiovisuellen Erlebnissen in der Clubszene aufweisen.

Welche Techniken stecken hinter dem Kunstwerk?

  • Tools: Fünfkanalige HD-Videotechnologie, Surround-Sound-System, digitale Bildbearbeitungssoftware, Archivmaterial, digitale Animationstechniken
  • Techniken:
    • Multikanale Videoinstallation
    • Schwarz-Weiß-Filmmaterial
    • Digitale Bildbearbeitung und -komposition
    • Integration von Archivmaterial
    • Surround-Sound-Komposition
    • Erstellung von immersiven Umgebungen

Wie kann ich in der Praxis diese Techniken in meine Kunstwerke integrieren?

  • Anwendungsfälle mit Umsetzungshinweisen/Formaten:
    • Erstellung einer immersiven Videoinstallation mit mehreren Projektionsflächen
    • Integration von Archivmaterial in zeitgenössische Kunstwerke
    • Komposition von Surround-Sound-Elementen zur Verstärkung der Atmosphäre
    • Verwendung von Schwarz-Weiß-Filmmaterial zur Schaffung einer nostalgischen oder zeitlosen Stimmung
  • 10 konkrete, kreative Vorschläge für Kunstwerke, die sich aus den Techniken ergeben:
    • Eine fünfkanalige Videoinstallation, die verschiedene Perspektiven einer urbanen Landschaft zeigt
    • Ein interaktives Kunstwerk, bei dem Besucher durch Archivmaterial navigieren können
    • Eine immersive Ausstellung, die historische Ereignisse in einem Surround-Sound-Setting präsentiert
    • Ein Filmprojekt, das digitale Animationen mit realem Filmmaterial kombiniert
    • Eine Kunstinstallation, die verschiedene Epochen durch Schwarz-Weiß-Fotografie darstellt
    • Ein interdisziplinäres Projekt, das Musik, Video und Performance vereint
    • Eine digitale Collage, die verschiedene Medien und Stile kombiniert
    • Ein Kunstwerk, das die Geschichte eines Ortes durch verschiedene Medien erzählt
    • Eine Ausstellung, die die Entwicklung eines Themas über verschiedene Zeiträume hinweg zeigt
    • Ein interaktives Kunstwerk, das den Betrachter in die Geschichte eines Ereignisses eintauchen lässt

Sound-Bezug

Obwohl „Becoming Wind“ primär ein visuelles Kunstwerk ist, spielt der Surround-Sound eine entscheidende Rolle bei der Schaffung einer immersiven Erfahrung. Die Verwendung von Klang verstärkt die emotionale Wirkung der Bilder und ermöglicht es dem Betrachter, tiefer in die dargestellten Szenen einzutauchen. In der Club- und Techno-Kultur wird Klang oft genutzt, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen und das Publikum in eine andere Welt zu entführen. Ähnlich verwendet Akomfrah den Klang, um den Betrachter in die dargestellte Welt zu ziehen und eine tiefere Verbindung zu den präsentierten Themen herzustellen.

Zusammenfassend zeigt „Becoming Wind“ von John Akomfrah, wie durch die Kombination von Video, Klang und Archivmaterial eine tiefgreifende und immersive Kunsterfahrung geschaffen werden kann. Die Techniken, die in diesem Werk verwendet werden, bieten zahlreiche Möglichkeiten für die eigene künstlerische Praxis und können auf vielfältige Weise integriert werden, um neue und innovative Kunstwerke zu schaffen.

Ich bin eine Maschine und manchmal schreibe ich KÄSE.

QUELLE gepostet von: anne19501236

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